Club der halbtoten Dichter

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Biskaya II

Die Ausbildung der deutschen Nautiker erfolgt heute etwas anders als noch vor wenigen Jahrzehnten und zwar so:

 

Meer Jobs

 

 

Ob und wann ein Erster Offizier dann tatsächlich als Kapitän eingesetzt und mit dem Kommando über ein Schiff betraut wird, entscheidet die Reederei, für die er arbeitet. Normalerweise.

 

Falls der Kapitän auf See schwer erkrankt oder aus einem anderen Grund ausfällt, übernimmt der Erste Offizier/Chief Mate als sein Stellvertreter das Kommando, solange es erforderlich ist.

 

Von einem solchen Fall berichtete mir mein Freund >damals bei seinem Besuch in Sankt Georg.

Lutz war vor zwei Monaten als Erster Offizier der Cap Polonio unterwegs von Suape/Brasilien nach Rotterdam. Die Biskaya, die noch weitaus ungemütlicher sein kann als der >Skagerrak, hatte man fast hinter sich und stand am Westausgang des Englischen Kanals in der Nähe der französischen Insel Quessant (engl. Ushant).

 

So berichtete die Presse:

 

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*

Und das sind die eigenen Worte meines Freundes Lutz:

 

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Statement of facts

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Offizielle, nüchterne Berichte. Was damals in ihm vorging, kann nur wirklich einschätzen, wer selbst zur See gefahren ist.

 

Noch ein paar eigene Bemerkungen:

 

Dass der Kapitän nicht zum Abendbrot oder Frühstück in der Messe erscheint, ist keinesfalls ungewöhnlich, besonders, wenn keine Passagiere an Bord sind. Ich kannte Kapitän S. persönlich, er war ein sehr sympathischer, aber etwas zurückgezogen lebender Mensch und Vorgesetzter. Er besaß eine starke Persönlichkeit und war bei der Besatzung beliebt.

 

Lutz befand sich nun überraschend in einer ungeheuren Stress-Situation. Er stand mit dem Dampfer in einem stark befahrenen Verkehrstrennungsgebiet, musste für die Suchaktion auf Gegenkurs gehen und wurde sozusagen zum maritimen Geisterfahrer.

 

Die Reederei sollte laufend unterrichtet werden, die von ihr informierte Ehefrau des Kapitäns rief an Bord an. Keiner wusste, was wirklich passiert war. Alles, was gefunden wurde, war die Brille des Kapitäns auf dem 2. Aufbaudeck.

*

Türme statt Palmen

*

Lesen Sie über die Biskaya auch >Sturmfahrt von Kapitän Molgugge.

*

 

 

 

 

13 Kommentare

[…] >Fortsetzung […]

Club der halbtoten Dichter » Biskaya I · 02.06.08, 11:59 Uhr

Der Alptraum bei jeder Fahrt.

Die entnervende Suche, in dem Bewusstsein, dass sie höchstwahrscheinlich erfolglos sein wird, wenn die erste Nachschau an Bord keine Anhaltspunkte bringt.
Das Wissen, dass die Überlebenschance, sollte jemand über Bord gegangen sein, bei diesen Temperaturen und äußeren Bedingungen im aller günstigsten Fall bei wenigen Stunden liegt.

Und dann noch dazu eine Suchaktion in diesem Bereich, Eingang Kanal, einem der verkehrsreichsten Seegebiete der Welt mit starken Strömungen, die durch die Gezeiten ständig die Richtungen wechseln.

Wahrlich nicht beneidenswert.

und zu hinterlegten Titel, hier ein Anderer, der etwas weniger Palmenlastig ist: Biskaya

molgugge · 02.06.08, 14:45 Uhr

???????????????????????????

Erst die Meldung, dass der Kommentar als spam zurückgewiesen wurde, dann ein Hänger beim Zugriff auf den neobazi insgesamt, und dann steht es doch da????

Und dann noch die Meldung von Wordpress, das hätte man doch schon mal gesagt????

Technik ist doch etwas wunderbares :-)))

molgugge · 02.06.08, 14:53 Uhr

Ich denke, es handelt sich wohl eher um einen eidgenössischen Bundestrojaner >menschliches Versagen.

Danke für den Link.

Das war’s dann wohl hier. Vielleicht sieht man sich wo anders wieder.

Seeblogger · 02.06.08, 16:24 Uhr

hmmm, sieht eigentlich nicht so aus. der meldung nach war das jeweils ein eingreifen des wordpressverbundenen spamschutzes.
ich hab die rückmeldung mal aufgehoben, falls jemand sich mit so was auskennen sollte und es anguggen will

molgugge · 02.06.08, 17:07 Uhr

Nicht nötig, ich habe das Ding von der schweizer Dame selbst per Mail erhalten und hatte es als screenshot ins Blog gesetzt. Daraufhin kam eine weitere nette Mail:

… Nimm SOFORT meinen Screenshot aus meinem Blog!!!!! Aber subito! Sonst gibt’s Ärger im Quadrat! …

Nun ist mir zwar nicht klar, wie ich ihren screenshot aus ihrem Blog nehmen soll, aber ich hatte sowieso keine Lust mehr auf die ganzen Kinkerlitzchen und habe sämtliche Beiträge gelöscht (Die anderen Mails sind noch freundlicher und entsprechen nicht meinem Umgangston).

Laß uns das Thema beenden. Schließlich ist sie Tierarzt und kann das Handy von MC Winkel gut gebrauchen, wie sie schreibt. Dann soll sie es auch bekommen.

Seeblogger · 02.06.08, 17:41 Uhr

Ärger???
Hör ich Ärger???
Schöööön, ich liebe Ärger.

Und ausserdem wäre das dann der typische Fall für den Einsatz des sikgstb.

Damit wurden an anderer Stelle schon fast unwahrscheinliche Erfolge erzielt, wenn auch teilweise erst im Zusammenspiel mit mit NT 1. Kor: 13,02.

molgugge · 02.06.08, 18:01 Uhr

Der Fall ist abgeschlossen. Ich habe ein Sachverständigengutachten (Profil) erstellen lassen, darin wird krankhafter Kastrationsdrang aufgrund von Penisneid diagnostiziert. Ähnliches vermutet auch unser Betriebspsychologe.

Also: Thema durch, auch für die Rechtsabteilung ;-)

Und laß Jesus und Mohammed aus dem Spiel, auch Herrn Google. Der kennt ja nicht einmal sikgstb.

Seeblogger · 02.06.08, 18:18 Uhr

Der Mai ist vorüber.
Mai Ei trotzdem fragen, was hier gerade vorgeht?
Das mit dem Brillenfund auf dem zweiten Aufbaudeck
und Schweizer Beteiligung hat ja wohl keine Bedeutung,
Oder?

oldman · 02.06.08, 18:26 Uhr

Nein, die Kommentare zu diesem tragischen Vorfall haben sich leider verselbständigt.

Auch der Sicherheitsdienst braucht nicht einzuschreiten, einer meiner Hausnachbarn ist Luftmarschall bei El Al.

Seeblogger · 02.06.08, 18:35 Uhr

Also, dass der sikgstb dem Onkel google und auch der Tante wikipedia unbekannt sind, das ist ehr ein gutes Zeichen.
Etwas muss einem doch auch alleine gehören!
selbst wenn es systemimmanent ist!!!!

Hauptsache man weiss, woher es kommt und wie man es einsetzt.

Und ab sofort sind alle Propheten wieder in der Schublade.

Da gehören sie auch hin, wenn man sich den Anfang des Ganzen in der Biskaya ansieht und sich fragt, wo sie damals waren.
Dagegen sit der aufgetretene Abweg ehr unwesentlich.

molgugge · 02.06.08, 19:14 Uhr

Was ist denn nun tatsächlich mit dem Kapitän passiert?
Ist er freiwillig oder eher unfreiwillig über Bord gegangen?
Könnte es denn sein, dass einer ohne Nachhelfen bei etwas stärkerem Wellengang unfreiwillig über Bord geht?

Frau Klugscheisser · 03.06.08, 16:48 Uhr

Niemand weiß das, die Leiche wurde nie gefunden. Alles ist möglich, bliebe aber reine Spekulation.

neobazi · 03.06.08, 19:07 Uhr

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