Vor fast einem Jahr verstarb mein Freund Stefan im Hospiz von Kempten im Allgäu an einem Hirntumor. Einen Bericht über unsere gemeinsame Zeit 1989 bis 1991 habe ich mit seiner Erlaubnis/auf seinen Vorschlag hin hier online gestellt.
Stefan heißt in dem Bericht Tommy, ich selbst bin der Peter.
Heute erhielt ich eine DVD mit einer digitalisierten VHS-Kassette aus diesen Tagen. Sie entstand an Bord der Anja Leonhardt während eines Urlaubs von der Hamburg-Süd.
Herrn Kapitän Peter Esch, damals Personalchef von L&B, sowie den Herren Heusinger von Waldegg und Nicolaysen der Reederei Hamburg-Süd bin ich noch heute dankbar dafür, daß sie diese Aktion damals ermöglichten. Einen schwerst drogenabhängigen jungen Mann unmittelbar nach der Entgiftung auf ein Schiff mitzunehmen um so einen Rückfall zu verhindern, ist gewiß nicht ohne Risiko. Ganz herzlich bedanke ich mich auch bei meinem Freund Kapitän Rainer Schmitz, der die “Anja Leonhardt” seinerzeit führte und bei seiner Frau Momoko, einer lustigen Japanerin mit sehr viel Herzenswärme.

Ich grüße alle, die Stefan einmal liebten, in erster Linie natürlich Antonia, seine Mama und Birgit und Jule, seine Freundinnen, sowie Jessica, Penelope, Chico und Rodrigo, seine Cousinen/Cousins, die Familie Sager in Kempten, die Stefan und Antonia bis über die schwerste Stunde hinaus fürsorglich begleitet hat und eine bayrische Zigeunerin in Brandenburg, die ehrenamtlich den gleichen Dienst verrichtet.
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Bimbo aus Tacloban City, er hat mir zum Abschied die Cassette geschenkt. Das Lied handelt von einem Leidenskollegen Stefans, der philippinische Sänger besingt sein eigenes Schicksal.
Und hier folgen nun kleine Filmchen, die ich nach und nach bei sevenload hochladen werde:
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löscht Sojamehl in Kunsan/Südkorea.
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Stefan ist die ersten Tage an Bord noch sehr geschwächt von der Entgiftung und schläft viel.
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Nach einer Woche bessert sich sein Zustand deutlich und er nimmt sogar an den Parties teil.
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Bei der filippinischen Besatzung sehr beliebte Spielchen
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Am liebsten arbeitet Stefan mit dem Decksfitter zusammen. In der Mittagspause legt er sich dann auf der Back in die Sonne.
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Ansteuerung der filippinischen Insel Leythe
Aus der Umgebung Taclobans bzw. der von der Nachbarinsel Cebu stammt ein Teil der Besatzung. Die Stimmung an Bord könnte besser nicht sein.
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6 Wochen Liegezeit in Tacloban City, wir laden Copra Pallets, die in Säcken auf LKWs angeliefert und in die Luken geschuettet werden. Danach folgen noch zwei weitere Ladehäfen.
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Das letzte Filmchen dieser Reihe zeigt unsere Ankunft auf Reede von Singapore, wo wir bunkern und Proviant ergänzen. Weitere Bilder aus den Philippinen und Italien folgen in einem Fotostream. Die Videocamera, mit der die Filmchen entstanden, funktionierte nicht richtig und gab schließlich endgültig ihren Geist auf. So stimmt z.B. auch die eingeblendete Jahreszahl nicht, die Filme entstanden im Januar 1990.
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Weitere Fotos zum Bericht über meine Zeit mit Fano
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Ich kann mir gut vorstellen, daß es in Stefans Kopf damals ungefähr so ausgesehen haben mag:
(Wieder einmal ein Musiktipp von Ole)
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Ende des Berichts
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