Club der halbtoten Dichter

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‮حزب الله‬ - Hisbollah

nach Friedrich Schiller

Kalaschnikow! so hört man schallen,
Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher,

Da werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Katjuschas Scherz,
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz …

Gefährlich ists, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.

Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt und Länder ein.

*

haifa

Haifa - Einschlag einer Katjuscha. Foto: Ivan Tihienko

*

Zu dieser Meldung der israelischen Botschaft vom 21.07.2006:

Am Freitagmittag wurden mindestens 30 Personen verletzt, als mehrere Katjuscha-Raketen die Stadt Haifa trafen. Um 13:50 Uhr Ortszeit heulten die Sirenen. Kurz darauf schlugen fünf Raketen der Hisbollah in drei verschiedenen Stadtteilen ein. Zwei Personen wurden schwer verletzt. Anderthalb Stunden später folgten drei weitere Raketen. Eine Katjuscha traf ein öffentliches Gebäude in Hadar (Nevi’im Street). Bei den Verletzten handelt es sich überwiegend um Passanten. Die Rakete riss ein großes Loch in die Betondecke des Gebäudes. Glassplitter folgen durch die Luft. Große Betonteile stürzten auf die Straße.

7 Kommentare

Original Titel: Blindheit und Wahn

Neo-Bazi · 28.04.07, 01:10 Uhr

Ein Traum: Verbrüderung der palistinensischen und israelischen Jugend auf Drum-’n-Bass-Basis. Was Barenboim mit dem israelisch-palestinensischen Jugendorchester gemacht hat, multipliziert, für alle, als Massenveranstaltung. Ein riesengroßes Fraternisationsfestival. Name: The Isralestine Love Festival. Einfach so.
Manchmal bleibt nix andres als das Träumen. Hatte neulich gerade einen hyper-realistischen Traum von Ausbruch eines Bürgerkrieges an der Ostseeküste. Wenn ich schon solche Träume hab, dann darf ich mir vielleicht auch einmal einen anderen ausdenken.
Gegen-Träumen, sozusagen.

Kladdek · 28.04.07, 14:13 Uhr

Ihre Zusammenstellung dreier Wahrheiten ließ mich - blind und wahnhaft - regelrecht mit der Tür ins Haus fallen, ganz ohne einen Gruß, der - zusammen mit Dank für Ihren steten Appell an den Funken Licht in jedes Menschen Hirn - hiermit herzlichst nachgereicht sei.

Kladdek · 28.04.07, 15:40 Uhr

Shalom

*

J’ai vu l’Orient dans son écrin
Avec la lune pour bannière
Et je comptais en un quatrain
Chanter au monde sa lumière
Mais quand j’ai vu Jérusalem
Coquelicot sur un rocher
J’ai entendu un requiem
Quand sur lui je me suis penché

Ne vois-tu pas humble chapelle
Toi qui murmure “Paix sur la terre”
Que les oiseaux cachent de leurs ailes
Ces lettres de feu: “Danger frontière”

Le chemin mène à la fontaine
Tu voudrais bien remplir ton seau
Arrêtes-toi Marie-Madeleine
Pour eux ton corps ne vaut pas l’eau

Inch’ Allah, inch’ Allah
Inch’ Allah, inch’ Allah

Et l’olivier pleure son ombre
Sa tendre épouse son amie
Qui repose sur les décombres
Prisonnière en terre ennemie

Sur une épine de barbelé
Le papillon guète la rose
Les gens sont si écervelés
Qu’ils me répudieront si j’ose

Dieu de l’enfer ou Dieu du ciel
Toi qui te trouve où bon te semble
Sur cette terre d’Israël
Il y a des enfants qui tremblent

Inch’ Allah, inch’ Allah
Inch’ Allah, inch’ Allah

Les femmes tombent sous l’orage
Demain le sang sera versé
La route est faite de courage
Une femme pour un pavé

Mais oui j’ai vu Jérusalem
Coquelicot sur un rocher
J’entends toujours ce requiem
Lorsque sur lui je suis penché

Requiem pour six millions d’âmes
Qui n’ont pas leur mausolée de marbre
Et qui malgré le sable infâme
Ont fait pousser six millions d’arbres

Inch’ Allah, inch’ Allah
Inch’ Allah, inch’ Allah

(Salvatore Adamo)

Wünsche und Träume machen das Leben!

Neo-Bazi · 28.04.07, 16:49 Uhr

Gewaltige Worte!

Ole · 28.04.07, 20:36 Uhr

Ich sah den Orient, vom Silbermond
in Glanz gehüllt, und träumte
dass ich den Glanz besingen könnt
in Vierzeilern, die reimten.

Doch als ich die auf einen Felsen
eng geschmiegte Blume sah,
Jerusalem,
hörte ich ein Requiem.

Siehst du es auch, du abseits leise
‘Friede auf Erden’ murmelnde Kapelle,
wie sich unter der Vögel Flügel Schnelle
das Feuergefahrwort ‘Grenze’ versteckt?

Zur Quelle führt der Weg,
den Krug würdst du gern füllen
bleib stehen, Magdalena! Am Feuerbrüllen
zerbrichst du sonst vor dem Krug!

(…)

Hier stocke ich schon - Inch’Allah: So Gott will (?)

Die genaue Bedeutung muss mein Traum noch recherchieren. Katja Ebstein (ihre schöne Übersetzung ist unten auf der Seite) lässt es unübersetzt.
Aber ob es nun gottgewollt ist oder nicht, dass sich von Salvatore Adamo nichts in meinem Plattenschrank befindet, das jedenfalls wird sich ändern. Danke :)

Kladdek · 28.04.07, 21:46 Uhr

Seien Sie bitte vorsichtig, bevor Sie sich eine komplette Sammlung des belgischen Ramazottis zulegen.

Salvatore sprach anfangs überhaupt kein Deutsch und da hat man ihm so einiges untergejubelt. Den Schlager “Es geht eine Träne auf Reisen” z.B. sangen meine Allgäuer Freunde immer, wenn ich nach dem Heimaturlaub wieder auf einem Schiff einsteigen mußte. ;-)
Adamo selbst dachte, der deutsche Text handele von einem Zug (train, treno).

Inch Allah ist ein Chanson - m.E. sein bestes - das bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat. Die Ebstein-Übersetzung kannte ich nicht, danke sehr.

Neo-Bazi · 28.04.07, 22:58 Uhr

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