Club der halbtoten Dichter

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Stiftung Wahrer Test (20) - Als Opa 16 war

oder: 1000 Songs - Fünfzig Jahre Popmusik. Ausgewählt, kommentiert und präsentiert vom SÜDDEUTSCHE ZEITUNG MAGAZIN. 1955-2004

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Textprobe (Moritz von Uslar):

… Es werden einen alle dafür hassen, wenn man das so vereinfacht, aber: Bis 1956 gab es Musik. Seit 1956 gibt es Pop …

und

… Männer, die 1956 anfingen, aber noch keine Hits hatten, hießen Jerry Lee Lewis, Eddie Cochran, Buddy Holly; Carl Perkins war groß. Gene Vincent hatte seine ersten Hit (Be-Bop-A-Lula). James Brown wurde gerade groß. Von Pat Boone (Ain’t that a Shame) hieß es kurz, er könne Elvis Konkurrenz machen: lächerlich. Der Riese neben Elvis hieß Little Richard. Er war schwarz, er war schwul, er kam vom anderen Ufer. Er muß wirklich einen tollen Vogel gehabt haben. …

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1956

In jedem der kleinen Büchlein befindet sich eine CD mit den Songs des Jahres. Für 1956 sind es diese:

songs 1956

Opa kennt sie fast alle noch. Und das ist er, der Opa mit 16:

opa mit 16

Ein schöne, wilde Zeit, die 50er !

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Testurteil: Sehr empfehlenswert !

5 Kommentare

…hab das von 69

eon · 28.03.07, 14:09 Uhr

Die erste Textprobe vom Moritz halte ich für ziemlichen Uslarunsinn. Die zweite finde ich auch nur bedingt besser. Die Trackliste ist hingegen ne feine Sache. :)

Ole · 28.03.07, 18:33 Uhr

Fesche Tolle! Zehn Jahre später hättest du mit diesem Bewerbungsbild jede Rolle bei Godard bekommen.

mq · 28.03.07, 18:45 Uhr

Eines kann ich bestätigen. Bei Partys mit Musik aus den 50ern, da steppt der Bär, die Tanzfläche ist rappelvoll!
P.S. Hast Du auch ein “wildes Foto” aus den “wilden Zeiten”?
Das da oben ist so brav. :-)

sillerbetrachter · 28.03.07, 18:46 Uhr

/eon:
Du bist geradezu prädestiniert für einen Bazi-Agenten, ich werde dir schon mal vorsorglich einen Ausweis ausstellen :-)

/Ole:
Unter dem Titel Als Lärm und Sex endlich durchgriffen hat der heutige Spiegel-Mann Hans Moritz Walther Freiherr von Uslar-Gleichen dem Bändchen “1956″ ein ganz ausgezeichnetes Essay vorangestellt, das den Geist jener Zeit exakt trifft. Ich bin erstaunt, daß so etwas einem jungen Mann von 35 möglich ist. Und danke für den Hinweis auf meinen Tippfehler :-)

/mq:
Sehr freundlich. Aber so richtig “Außer Atem” bin ich eigentlich erst heute ;-)

/Sillerin:
Ich war nach außen hin tatsächlich so brav. Aber diesen äußeren Eindruck hat James Dean zwei Jahre früher ebenfalls hinterlassen. Die Jeans-Kutten der Rebellen kamen später :-)
(Mein Lieblingssong auf der CD ist neben J. Cash übrigens die ganz junge Aretha Franklin mit “Precious Lord”)

Neo-Bazi · 28.03.07, 21:51 Uhr

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