Club der halbtoten Dichter

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14 Kommentare

HÄ?! so eine entscheidung der krankenkasse MUSS doch schmerzen. tsts

sillerbetrachter · 29.01.07, 15:33 Uhr

Damit du da nicht hingehst, du aber vllt. den Krebs hast und du nichtwissend weiterhin schön einzahlst bis du über die Planke gehst.

Das ist ganzschön scheisse sowas.
Alles ist scheisse hier.
Aber im Libanon ist das bestimmt nicht besser.
Und Schwarzmalerei ist genauso ungesund.

Agent Nordfunzel · 29.01.07, 19:16 Uhr

Nein, es ist nicht logisch. Entschuldige, dass ich nicht mehr schreibe. Ich muss mein Unverständnis und meinen Zorn im Zaum halten.

Joshuatree · 29.01.07, 20:20 Uhr

Das ist erstmal eine Nummer zu groß für mein Halbwissen. Es gibt allerdings mittlerweile einige X-Perten, die sagen dass die ganze Zwiebeluntersucherei und womöglich noch eine mögliche nachfolgende OP reine Geldschneiderei sind (sic!). Die Prostata verändert sich ab eines gewissen Alters so ziemlich bei jedem männlichen Mitglied der Gesellschaft, manche merken was, andere nicht. Auch die Diagnose-Methoden mit Krebs-Markern etc. scheinen inzwischen eher umstritten zu sein. Wie gesagt, Halbwissen. Müsste aber im Netz zu recherchieren sein. In jedem Fall erstmal kein Grund zu existenzieller Panik, wir werden noch eine ganze Weile das Vergnügen haben, Minheer!

hanza · 29.01.07, 20:27 Uhr

Das ist Mist, aber nix Neues. Eine Menge sinnvoller Präventionsmassnahmen werden von den Kassen nicht getragen: Mammographien, auflichtmikroskopische Hautuntersuchungen, Knochenszintigrafien. Ich sehe das wie Nordfunzel: das ist schön durchkalkuliert.

nachtschwester · 29.01.07, 20:35 Uhr

Opa, da stimmt was nicht.
Ich war im November bei meinem Hausarzt, der einen erhöhten PSA-Wert (Tumor-Marker für die Prostata) von 4,85 (Referenz-Wert 4,0) festgestellt hatte. Er riet mir zum Bersuch eines Urologen.
Der Urologe machte eine Ultraschall-Untersuchung der Prostata, fand einen “Schatten” und veranlasste beim nächsten Termin eine “Prostata-Stanze”, bei der Gewebeproben aus der Prostata entnommen werden.
Die feingewebliche Untersuchung ergab Krebs. Der Krebs hatte aber noch nicht den Bereich der Prostata verlassen.
Im Krankenhaus wurde die Prostata einschließlich der tendentiell anfälligen Lympfknoten entfernt. Die Lympfknoten waren nicht befallen. Ich darf mich daher als “geheilt” betrachten.
Es kann nicht sein, dass eine Krankenkasse die urologische Untersuchung als Privatangelegenheit einstuft. Nein und niemals nein.
Ich bin (als Beamter) Privatpatient. Aber das dürfte doch keine Rolle spielen.

wuestenfloh · 29.01.07, 20:39 Uhr

ich bin zwar kein fachmann, was das urologische angeht, aber das mit den kosten ist eine üble sache.

und³ · 29.01.07, 21:27 Uhr

Nochmal Dr. Mayer:
siehe Wuestenfloh und: mein Daddy lies ebenfalls eine sog. Stanzbiopsie durchführen. Er empfand es als nicht besonders schlimm, allerdings war er ein wirklich “harter Hund” in solchen Dingen. Diagnose Krebs. Nach der OP hatte er noch etliche gute Jahre, bis ihn schliesslich eine Mischung aus Blasenkrebs und Lungenemphysem dahingerafft haben. Der Abstand war so groß, dass der Prostatakrebs nicht mehr die Ursache für den Blasenkrebs sein konnte. Vielmehr- und das war erstaunlich - hies es, dass der Blasenkrebs ein Folge seiner jahrzehntlangen Qualmerei war.

Michael · 29.01.07, 22:05 Uhr

ich packs auch grad wieder einmal so gar nicht.
wobei ich sagen muss, ich glaube, bei uns ist es einen hauch besser.
aber ich weiß, dass z.b. obwohl krebs diagnostiziert ist, bei uns dieser psa-wert nur einmal im quartal gemacht werden darf.

wahnsinn! untersuchungen beim arzt bezahlen zu müssen. untersuchungen! nicht einmal extrembehandlungen.
ja krankheit muss man sich offenbar heute auch erst leisten können.

lylo · 29.01.07, 23:25 Uhr

Nicht bös sein, liebe Lylo, ist wirklich nicht persönlich gemeint, aber wenn jemand 2007 - ob in Österreich oder Deutschland - sowas schreibt wie “… muss man sich offenbar heute auch erst leisten können”, dann ist das schon ganz schön naiv.

Rationalstürmer · 29.01.07, 23:31 Uhr

Die Untersuchung wird wahrscheinlich wirklich das Stanzen sein, wobei das Stanzen auch seine Fehler haben kann. Je nach Größe des Tumors kann es passieren, dass die Stanzen daneben gehen. Dann kommt noch etwas anderes hinzu: nämlich die Anzahl der Stanzen. Wurden 8 oder 10 Stanzen genommen und was geschah mit dem entnommenen Gewebe? Wurden die gefundenen Krebszellen pathologisch untersucht?

Bei Prostatakarzinomen gibt es unterschiedliche Einteilungen, die festlegen, welche Aggressivität das Karzinom hat. Und daraus lassen sich dann die unterschiedlichsten Behandlungen ableiten. Die Prostataektomie ist dabei die beliebteste unter den Urologen. Nur finden manche OPs, was auch oft kaum möglich ist, schonend statt, da wichtige Nerven zur Blasenkontrolle und auch für die Erektion unmittelbar in der Nähe der Prostata liegen. Wenn nun neben der Ektomie auch noch die Samenbläschen entfernet werden, kann es passieren, dass die Nerven damit beschädigt werden.

Hat der Tumor die Kapsel noch nicht durchbrochen, sondern befindet sich noch im Anfangsstadium, dann kann man u.a. auch noch hormonell eingreifen. Dazu hat Dr. Leibowitz seine (in manchen Kreisen) umstrittene Dreifache Hormonbehandlung entwickelt.

Eine gute Anlaufquelle sind die Selbsthilfegruppen Prostatakrebserkrankter, die sich im BPS zusammengefunden haben. Im dazu gehörigen Forum diskutieren alle Betroffenen rege über alle Themen, die damit zusammen hängen. Und diese Gruppen treffen sich auch “offline”, um dort Themen wie “Sexualität” oder auch “Inkontinenz” zu besprechen und sich darin gegenseitig auszutauschen. Die URL zum Forum ist: http://www.prostatakrebs-bps.de

Im übrigen: rechtzeitig erkannt und behandelt sterben alle Männer trotzdem, aber nicht wegen des Krebses sondern mit ihm - in einem guten und hohen Alter, es sei denn, es kommt etwas dazwischen.

(ich hoffe, ich habe Euch mit meinem Text nicht allzusehr gelangweilt)

Martina · 29.01.07, 23:42 Uhr

Das geheimnisvolle Wort ” Vorsorge ” darf nicht auftauchen.
Es gibt ethnische Minderheiten hier bei uns, die bekommen derart
schlimme Schmerzen am Wochenende, daß sie ins Krankenhaus laufen.
Dort wird alles untersucht was nötig ist. Gut verpflegt bis Montag/ Dienstag. Und die Schwestern in der Uro sind nicht ohne.
Ein “akuter” Fall Herr Doktor.
Die Krankenkasse zahlt.

oldman · 29.01.07, 23:51 Uhr

Danke für eure Anmerkungen. Es herrscht keine Panik auf der Andrea Doria. Ich werde im August 67!

Für mich war das Problem bisher eher ein mathematisches. In meiner unmittelbaren Umgebung starben an Krebs (alle im Alter von Anfang/Mitte 30, alle nach langwierigen Chemotherapien, Operationen und Bestrahlungen):

mein Bruder (Vater von 9 Kindern), mein Sohn, mein Stiefsohn, dessen Freundin und vor kurzem Mario, ein befreundeter Arbeitskollege.

Als “geheilt” kenne ich lediglich meine Freundin Antonia (Darmkrebs) und jetzt (siehe oben) Kollege Wüstenfloh.

Ich selbst bin im Besitz einer chronischen Polyarthritis, Bluthochdrucks, einer ebenfalls chronischen Bronchitis (verursacht durch jahrzehntelangen Nikotinmißbrauch), neuerdings einer ausgeprägten Kurzatmigkeit sowie Wasser in den Füßen und damit reichlich bedient. Ich brauche keinen Krebs dazu, egal ob vorne oder hinten, oben oder unten.

Ich werde mir den Urologen also sparen und die Sache mit Buddha und dem Heiligen Antonius besprechen.

Auf die Antwort der Krankenkasse bin ich trotzdem neugierig. Will keep you posted.

Neo-Bazi · 30.01.07, 03:46 Uhr

[…] Sie wissen schon, es geht um diese Geschichte. […]

Club der halbtoten Dichter » Club Nachrichten 5/2007 · 12.02.07, 15:17 Uhr

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