Club der halbtoten Dichter

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Aus dem Schiffstagebuch des Christoph Columbus

Samstag, 29. September 1492

Er segelte auf seinem Weg nach Westen, sie legten vierundzwanzig Meilen zurück, er sagte den Leuten einundzwanzig; wegen häufiger Windstille kamen sie an dem Tag und in der Nacht wenig voran. Sie sahen einen Vogel, den man Fregattenvogel nennt, dieser läßt die Pelikane das, was sie fressen, wieder herausbrechen, um es selbst zu verschlingen, und er ernährt sich ausschließlich davon. Er ist ein Meeresvogel, aber er ruht sich nicht auf dem Wasser aus und entfernt sich daher keine zwanzig Meilen von Land. Auf den Kapverdischen Inseln gibt es viele von ihnen. Danach sahen sie zwei Pelikane. Die Lüfte waren sehr sanft und lieblich, und er sagt, eigentlich habe nur der Nachtigallengesang gefehlt, das Meer war glatt wie ein Fluß. Danach tauchten dreimal drei Pelikane und ein Fregattenvogel auf; außerdem sahen sie viel Gras.

columbus

Reclam, Leipzig 1989

Nachtrag für dounia:

fregattenvogel

Fregattenvogel

3 Kommentare

Ich finde, wir sollten auf große Seefahrt gehen. Ich will unbedingt die Fregattenvögel kennenlernen. Wie machen die das nur mit den Pelikanen?

dounia · 30.09.06, 16:54 Uhr

Ich weiß nur, daß sie sehr schnell sind und anderen Vögeln die Beute abjagen. Für den Seemann war ihr Erscheinen ein sicheres Zeichen: Land in der Nähe. Wie er Pelikane zum Kotzen bringt, darüber wußte Columbus mehr. Leider kann man ihn nicht mehr fragen.

Ich habe Ihnen aber oben ein Bild nachgetragen.

Neo-Bazi · 30.09.06, 17:34 Uhr

Vielen Dank für das Bild und die Erklärung :-) Ich werde das mit dem Kotzen noch irgendwo herauskriegen.

dounia · 30.09.06, 18:25 Uhr

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