»Ich hab dir Ameisen mitgebracht.« Sie hielt eine mit Alufolie eingewickelte Schale in beiden Händen. Sie muß mit dem Elbogen geklingelt haben. Aber sie küsste mich nicht. Sie stand im meinem Flur und hielt die in Alufolie eingewickelte Schale in beiden Händen. Sie glänzte.
»Ich will aber keine Ameisen.«
«Aber du brauchst was Lebendiges in der Wohnung. Das wird dir gut tun.« Sie streckte die Schale mir entgegen.
Die Basilikumpflanze, die sie mir geschenkt hatte, trocknete in der Küche auf dem Fernstersims ein.
Sie gab nicht auf. Noch nicht.
Als ich die Schale entgegennahm, warf sie ihre Arme um mich und küsste mich. Mein Gesicht. Viele kleine Küsse. Viele kleine erste Küsse. Ruhig und eilig.
»Die Schale riecht aber nach Zwiebeln.« Der Geruch stieg mir unmißverständlich in die Nase. Und was Anderes. Sie. Wie sie roch. Shalimar. Wie Weihnachten.
Ich brachte die Schale in die Küche und stellte sie in den Kühlschrank. Es kroch eine Ameise durch die Furchen der Alufolie.
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