Club der halbtoten Dichter

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Sommerkind

Nimm dich in Acht vor dem Sommer, Kind
Denn der Sommer kommt auf leisen Sohlen.
Und ehe du noch wirklich etwas mitbekommen hast,
Hat er dir den Überblick gestohlen.

Er hat die Demut genommen und die Stille übermalt
Hat die Kätzchen tags darauf mit dem Kater bezahlt,
Hat dich überschwänglich werden lassen und nebenbei
Hast du dich dir selbst entfremdet und schon (schwups) bist du nicht mehr frei.

Nimm dich in Acht vor dem Sommerwind,
Denn der Sommer pfeift die schönsten Melodien.
Und achte auf die Töne liebes Sommerkind,
Denn sonst werden bald die Freunde vor dir fliehen.

2 Kommentare

Das Schlimme am Sommer ist die Nacktheit und die Frage: Wo beginnt sie und wie endet sie?

albertsen · 15.04.06, 22:13 Uhr

meine herrschaften, doch nicht so melodramatisch: es ist die haeutung, ja die haeutung. nase zuerst, dann die glatze, wo vorhanden.

die nacktheit, mister j.a., die gibt es das ganze jahr lang. es ist vielmehr der duft, der verraetterischer duft der reife, des bereitsein, des “ich/spring/jetzt”rote baeckchen gluehen.

schoen scheisse ist es auf deutsch. gibt es nicht “nude” gibt”s nur “nackt” pö.

vor allem “lau” es wird alles einfach lau. der Sommerwind bringt auch die unbedingheit. das heutige wort des tages.

ab morgen wieder mit umlauten.
von k.

kubelick · 21.04.06, 19:42 Uhr

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