Club der halbtoten Dichter

Club der halbtoten Dichter

Stationen einer ungewöhnlichen Karriere (13a)

London ist eine wunderbare Stadt

Schwester Angelika und ich müssen natürlich alles genau erkunden:

Trafalgar Square:

trafalgar sq

Picadilly Circus:

picadilly

Houses of Parliament mit Big Ben:

bigben

und Buck House:

queen mom
wo uns gerade eine freundliche ältere Dame vom Balkon herunter zuwinkt.

Ihre streng bewachte Tochter:

queen
wohnt auch manchmal in Buck House, wenn sie eine Geburtstagsfete schmeisst, das Parlament eröffnet oder auf dem Flohmarkt einen neuen Hut kaufen möchte.

Meistens ist sie gut aufgelegt, es sei denn, die 180 Mitbewohner haben sich wieder einmal über Mamas Gin-Bestände hergemacht und sind fröhlich mit sich selbst beschäftigt. Dann kommt es schonmal vor, daß ein paar deutsche Teenies über den Zaun klettern und im Garten ihr Zelt aufbauen weil sie glauben, sie übernachten im Hyde Park.
Am anderen Morgen läßt der oberste Kammerherr natürlich die Sicherheitsmaßnahmen überprüfen und der Palast gibt ein Kommunique heraus. Als sich Lizzy zwei Wochen später nach einem harten Arbeitstag erschöpft in Morpheus’ Arme begeben möchte, sitzt da schon ein Fremder auf ihrer Bettkante und schwört ihr ewige Liebe. Scheiß getrennte Schlafzimmer denkt sie und setzt den liebestollen Verehrer an die frische Luft. Genau so cool, wie sie am Nachmittag ihren Gaul wieder unter Kontrolle bringt, als ein Spinner während einer Parade plötzlich mit einer Pistole losballert. Keiner kann wissen, daß es nur Platzpatronen aus einer Schreckschuss-Knarre sind. Opa ist Zeuge - ein supercooles Mädchen.
Im königlichen Kommunique heist es anderntags: “The Queen was not amused” - zu deutsch “Jetzt bin ich langsam stinksauer.”

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Club der halbtoten Dichter » Stationen einer ungewöhnlichen Karriere (13) · 26.12.06, 00:11 Uhr

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