die nacht war kirschsaft-schwarz und stürmisch. ich hörte das widerspenstige zetern der bäume. zu sehen war nichts. nur die kirschsaft-dunkelheit.
“hast du ein blatt papier,” fragte sie.
sie roch nach granatäpfeln.
“nein.” das rauschen draußen wirkte unaufgeräumt. die matratze bewegte sich ein wenig, als wäre eine katze darauf gesprungen und tastete sich scheu richtung kopfende.
sie machte sich an meinem papierkorb zu schaffen. ich hörte es rascheln. geräusche der unordnung.
diese ziehende, säurlich-süsse dunkelheit machte mich träge.
“ich bin müde,” sagte ich. ich war müde und schlief ein.
es war noch sehr früh als ich aufwachte. später wird es heiss werden. zu heiss um zu singen. jetzt sangen die vögel noch. ich war alleine mit dem gezwitscher, dem zirpenden morgengruss. zögernd machte ich mich auf, goß kochendes wasser durch das sieb mit schwarztee und golden tips. das papierkorb war durchwühlt und sah durchwühlt aus. auf dem tisch, links an der kante, glatt wie eiweiss, stand ein kleines papierboot, aus einem strafzettel gefaltet.
sie segelte davon.
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